Für die angehenden Notfallsanitäter gibt es ab sofort einen ganz besonderen Lernort: einen ausgemusterten und fahruntauglichen Rettungswagen (RTW), der für reale Einsätze zwar völlig unbrauchbar ist, aber als Simulationsrettungswagen (SIM RTW) während der Sommerferien ein echtes Upgrade erhalten hat – innerlich wie äußerlich.
Fachbereichsleiter Alexander Wettig und Fachtheorielehrer Thomas Ackermann hatten am 2. September 2026 zur feierlichen Eröffnung des neuen Trainingsbereichs für die angehenden Notfallsanitäter eingeladen. Schulleiter Jens Ritter und Landrat Thomas Ahke durften als Erste einen Blick auf und in den neuen Simulationsrettungswagen werfen.
Der Rettungswagen wurde bei einem Unfall schwer beschädigt, doch der Versorgungsraum und damit das Herzstück des RTW waren noch völlig intakt und wurden von engagierten Kolleginnen und Kollegen des Fachbereichs Rettungsdienst in den Sommerferien in mühevoller Kleinarbeit modernisiert. Das Exterieur des Rettungswagens wurde an das Corporate Design des Berufsschulcampus Unstrut-Hainich angepasst. In der ehemaligen Kfz-Halle des Fachbereichs Technik-Mobilität ist auch um den SIM RTW herum ein echtes „Unfallszenario“ entstanden, das dank mobiler Leinwände an die zu trainierende Situation angepasst werden kann. Insgesamt 125 Auszubildende profitieren von dieser Umgestaltung zu einem praktischen Lernort zum Anfassen.
Den Besuch von Landrat Thomas Ahke nutzte Alexander Wettig auch für die Übergabe eines wichtigen Beschaffungsantrags: Um die Ausbildung noch realitätsnaher zu gestalten, soll ein neuer und vor allem fahrtauglicher RTW angeschafft werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf gut 400.000 Euro. Landrat Ahke reagierte sehr positiv auf die Anfrage: „Wir möchten das gern in unseren Haushalt aufnehmen und auch umsetzen. Gib mir den Antrag, ich nehme ihn mit in meine Verwaltung.“
Für Thomas Ackermann ist der Simulationsrettungswagen ein Symbol dafür, dass aus etwas „Schlechtem“ etwas richtig Gutes werden kann: „Wenn man vernetzt ist, zusammenarbeitet, sich auf Augenhöhe begegnet und gemeinsam an einem Ziel arbeitet – im Sinne der Ausbildung der Notfallsanitäter auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik.“
Einen besonderen Dank richtete Ackermann an die Kolleginnen und Kollegen des Fachbereichs Rettungsdienst, den Verein der Förderer europaoffener Berufsbildung am Berufsschulcampus Unstrut-Hainich e. V. und Schulleiter Jens Ritter sowie an den ASB KV Sömmerda, die Fahrzeugaufbereitung Trillitsch, den Abschleppdienst Weißenborn, die Berufsfeuerwehr Mühlhausen, die Sparkasse Unstrut-Hainich und das Gebäude- und Liegenschaftsmanagement des Unstrut-Hainich-Kreises.
Landrat Thomas Ahke und Fachbereichsleiter Alexander Wettig vor dem neuen Simulationsrettungswagen